Rückenschmerzen

Sie haben Rücken?

Fast jeder bekommt es im Laufe seines Lebens einmal mit Rückenschmerzen zu tun. Manche vorübergehend, andere chronisch. Die Ursachen sind vielfältig: Verschleiß, Bewegungsmangel, Haltungsfehler, Überlastungen durch Übergewicht, Leistungssport oder Schwangerschaft sowie Verletzungen, Depressionen oder organische Erkrankungen. Auch die falsche Schlafunterlage löst schmerzhafte Verspannungen aus.

Rückenmuskeln stärken

Die meisten Rückenschmerzen lassen sich durch Bewegung vermeiden. Deshalb spielen die Muskeln eine Hauptrolle. Ohne sie würden wir nach vorne kippen, denn der Schwerpunkt des Körpers liegt vor der Wirbelsäule. Bauch- und Rückenmuskeln sowie Bänder stützen die Wirbelsäule und ermöglichen verschiedene Bewegungen. Je stärker die Muskeln sind, umso mehr stützen sie. Ausdauersport wie Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren kräftigt die Muskeln. Gezielte Übungen für den Rücken sind ebenso sinnvoll.

Haltung verbessern

Als Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln dienen die Bandscheiben. Seitdem der Mensch aufrecht geht, müssen sie einen vertikalen Druck aushalten. Zusätzlich belastend wirken Schonhaltungen durch verspannte Muskeln oder Fehlbelastungen wie langes Sitzen und Stehen, falsches Heben und Tragen von Lasten. Schwache Muskeln werden dabei überfordert. Sie verkrampfen und verkürzen sich. Die Blutgefäße verengen, Milchsäure staut sich an, Schmerz entsteht. Achten Sie im Alltag deshalb auf eine rückenschonende Haltung. Beispielsweise aufrecht sitzen und zwischendurch dehnen, beim Stehen öfters das Gewicht verlagern und Lasten dicht am Körper tragen.

Entspannen

Wenn Sie akut unter Verspannungen leiden, helfen wärmende Salben, Bäder und Massagen. Sie fördern die Durchblutung. Dehnübungen lockern zusätzlich die Muskeln auf. Hilfreich ist auch eine Stufenlagerung, bei der Sie auf dem Rücken liegen und die Unterschenkel rechtwinklig auf einer Ablage ruhen. Nach dem ersten Schmerz ist es ratsam, sich wieder zu bewegen. Ständiger Muskelanspannung durch Stress begegnen Sie mit Entspannungstechniken wie der Progressiven Muskelrelaxation und Autogenem Training.